Hochschulferienkurs 2010

„Ein Blick ins Buch und zwei ins Leben.“
Deutsch als Fremdsprache in Theorie und Praxis
vom 13. Juli 2011 bis zum 06. August 2011

 

„Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist.“ Dieser Spruch wäre mit geändertem Modalverb das passende Motto für den diesjährigen Hochschulferienkurs. Leider musste man aufhören, als es gerade so schön war. Denn im Laufe des vierwöchigen Kurses waren neue Freundschaften zwischen den 15 Kursteilnehmern aus Polen, Russland, Finnland, Dänemark, El Salvador, Usbekistan und Frankreich entstanden.

Der Kurs begann mit einem Begrüßungsessen im historischen Restaurant „Auerbachs Keller. Am nächsten Tag lernten die Teilnehmer die Stadt Leipzig bei einem Stadtrundgang kennen. Am Wochenende wurde dieser erste Eindruck durch eine Stadtrundfahrt und anschließende Erkundungen in verschiedenen Stadtteilen Leipzigs ergänzt. Zu Beginn der neuen Woche hatten sich die einzelnen Gruppen bereits zu richtigen Leipzig-Experten entwickelt, die den anderen Gruppen „ihren“ Stadtteil vorstellten.

Nach dieser Eingewöhnungsphase ging es weiter mit dem vielfältigen Kursprogramm. Einem Vortrag von Professor Fandrych des Herder-Instituts zu „Tendenzen in der aktuellen Sprachentwicklung“ folgten Workshops zur Lehrwerkanalyse, zur Leistungsbewertung, zur Phonetik sowie zur Arbeit mit Literatur, Lernkrimis oder Musik im Unterricht. Außerdem bestand die Möglichkeit, Unterrichtsbeobachtungen bei interDaF durchzuführen und sich anschließend mit den Lehrern auszutauschen. Oder das Lernen fand außerhalb des Kursraumes statt – z.B. bei den Themenrecherchen, bei denen die Kursteilnehmer Experteninterviews mit verschiedenen Ansprechpartnern zu den Themen Wohngemeinschaft, Studium, Freizeit, Völkerverständigung und Wirtschaft in Leipzig führten und die Ergebnisse anschließend im Kurs präsentierten.

Abgerundet wurde dieses Kursprogramm mit Besuchen in Museen, in den Studios des mdr (Mitteldeutscher Rundfunk) und in den Lehbuchverlagen Cornelsen, Hueber und Klett. Auch an Freizeitausflügen wie z.B. Rudern, Wandern oder einem Besuch im Leipziger Zoo mangelte es nicht. Als kulturelle Angebote wurden das Konzert im „Gohliser Schlösschen“ sowie das Sommerkabarett in der „Moritzbastei“ geboten. Einmal pro Woche fand außerdem ein Stammtisch in einer der vielen Kneipen Leipzigs statt und beim interDaF-Sommerfest feierte man gemeinsam mit Studirenden aus anderen Sprachkursen.

An zwei Sonnabenden fanden die Exkursionen nach Eisenach und Dresden statt. In Eisenach konnte nicht nur die „Lutherstube“ auf der Wartburg, sondern auch das „Bachhaus“ besichtigt werden. Bei fast allen Unternehmungen hatten wir Glück mit dem Wetter. Die Sonne schien oder es war zumindest trocken. Nur in Sachsens Landeshauptstadt Dresden veranlasste uns der nicht aufhörende Regen dazu, nach einem kurzen Stadtrundgang lieber Museen oder Cafés zu besuchen als durch die Stadt zu bummeln.

Die Zeit verging wie im Flug und kaum hatte man sich eingelebt, hieß es schon wieder Abschied nehmen beim gemeinsamen Abschiedsessen in der Gosenschenke „Ohne Bedenken“. Neben einem Zertifikat nahmen die Kursteilnehmer auch die Kurszeitung mit selbst geschriebenen Texten zu Beobachtungsaufgaben in Leipzig mit auf den Nachhauseweg. Die Zeitung dient als Erinnerung an die vielen neuen Eindrücke, Erfahrungen und vor allem Bekanntschaften, die während des Hochschulferienkurses gemacht wurden. Mit der Gewissheit, dass man über soziale Netzwerke im Internet in Kontakt bleiben kann, fiel der Abschied dann auch nicht ganz so schwer.