Kurse im Auftrag des amerikanischen Deutschlehrerverbandes (AATG)

Für das Jahr 2019 hat die AATG ((Association of American Teachers of German) ein Seminar in Leipzig ausgeschrieben:
„Mit Deutsch in die Zukunft” (DeZuk)

Der Fortbildungskurs, der vom 16. Juni bis zum 6. Juli 2019 von interDaF in Zusammenarbeit mit dem Herder-Institut der Universität Leipzig durchgeführt wird, ist Teil des AATG-Projektes „Mit Deutsch in die Zukunft“ und ein Ergebnis des internationalen Symposiums „Best Practices für die Anwerbung von neuen Deutschlehrenden“.
Diese transatlantische Initiative wurde im November 2018 in New Orleans ergriffen im Vorfeld der ACTFL-Jahrestagung und des FIPLV-Weltkongresses. Ziel des Symposiums war es, ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von DaF-Verbänden sowohl aus den USA als auch aus Kanada, Mexiko, Deutschland und Österreich zusammen zu bringen, um sich intensiv mit dem bestehenden Fachkräftemangel für DaF/DaZ sowie möglichen transatlantischen Lösungsansätzen zu beschäftigen.
Der Fortbildungskurs „DeZuk“ ist ein Beitrag zur Lösung der angesprochenen Probleme. Drei Wochen lang werden 20 undergraduate students, graduate students sowie Berufseinsteiger mit geringen Berufserfahrungen, die von der AATG nominiert wurden, gemeinsam an der Perfektionierung der eigenen sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten arbeiten. Außerdem bietet das Programm zahlreiche Möglichkeiten, die methodische Vielfalt im Unterrichten kennenzulernen. Dazu dienen zum einen methodisch-didaktische Workshops und die Arbeit an einem individuellen Bildprojekt (Bilder als Sprech- und Schreibanlässe).
Zum anderen werden Unterrichtsbesuche in der Schule und im Sprachkurs bei interDaF organisiert. Die jungen Deutschlehrkräfte beobachten den Unterricht und tauschen sich mit deutschen Lehrkräften aus. Diese Hospitationen werden vor- und nachbereitet.
Ein umfangreiches kulturelles und landeskundliches Rahmenprogramm mit Exkursionen nach Berlin, Dresden und in den Harz ergänzen das Programm.

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interDaF ist seit 1997 Partner der Fortbildungsarbeit der AATG (Association of American Teachers of German), seit 2005 in enger Kooperation mit dem Herder-Institut. 

Von 1997 bis 2001 wurden v. a. Landeskundeprogramme für US-amerikanische Deutschlehrer/-innen angeboten. Im Jahr 2000 kam ein weiteres Kursprofil mit methodisch-didaktischen, landeskundlichen und sprachpraktischen Schwerpunkten dazu - die „Sommerakademie“. Bis 2004 bildeten sich US-amerikanische Deutschlehrer gemeinsam mit russischen Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern in diesen „Sommerakademien“ weiter. 

Ab 2005 wurden – meist im Ergebnis einer Fachkonferenz am Herder-Institut – neue Programme entwickelt, die neben der sprachlichen Perfektionierung der US-amerikanischen Deutschlehrer/-nnen zwei Schwerpunkte setzten: Evaluierung mündlicher Kompetenz/Testverfahren sowie Vermittlung und Diskussion unterschiedlicher Landeskundeansätze/Bewertungsmöglichkeiten. 

Im Jahr 2011 erweiterte sich die Blickrichtung auch auf den Vergleich europäischer und amerikanischer Referenzsysteme. Ab 2012 wurden Kursprofile entwickelt, bei denen – immer neben Sprach- und Phonetikübungen – Veranstaltungen zur Verbesserung der Kommunikations- und Präsentationstechnik sowie Ausspracheschulungen im Mittelpunkt standen.

Von 2015 bis 2018 fanden die MINT-Seminare statt, dreiwöchige Fortbildungskurse mit dem Schwerpunkt Forschung und Lehre in den Unterrichtsfächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Zielgruppe dieses Fortbildungskurses waren jeweils 20 Deutschlehrende von Universitäten und Schulen (K-16 educators) in den USA, die sich in einem größeren Kontext und im deutsch-sprachigen Raum zum sprachlichen und fachlichen Lernen weitergebildet haben sowie eigenständig Material (MINT/STEM-Themen im Deutschcurriculum) erarbeitet haben.
Auf ganz unterschiedliche Weise erlebten die Kursteilnehmer die Integration der MINT/ STEM-Inhalte in den Sprachunterricht (und umgekehrt) sowie die Rolle der deutschen Sprache für das Verständnis dieser Inhalte. Vielfältige Angebote innerhalb der drei Kurswochen haben Material und Anregungen geboten, die das Curriculum bereicherten. Wichtig war v. a. auch die Diskussion der Kursteilnehmer/-innen zum Kursanliegen aus dem Blickwinkel ihrer persönlichen Erfahrungen.
Ein vielseitiges landeskundlich-kulturelles Rahmenprogramm ergänzte die fachlichen Angebote.
 

Weitere Informationen zu den Aktivitäten von AATG finden Sie hier.